Das Siebte Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (RP7) ist das wichtigste Instrument der Europäischen Union zur Forschungsfinanzierung im Zeitraum 2007 bis 2013. CORDIS ist das offizielle Portal zur Teilnahme am RP7 und zur Information über relevante Entwicklungen in der europäischen Wissenschaft und Technologie.
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Das Konzept des Europäischen Forschungsraums (EFR oder ERA - European Research Area) geht auf eine Initiative des EU-Forschungskommissars Philippe Busquin (Amtszeit 1999 - 2004) zurück, der seine Ideen im Januar 2000 in der Mitteilung "Hin zu einem Europäischen Forschungsraum" vorstellte. Diese Mitteilung, in der Philippe Busquin die Vision eines "grenzenlosen Raums" entwickelte, in dem sich Forschende ohne Schranken bewegen können und in dem Infrastrukturen, Förderprogramme und Projekte gebündelt, aufeinander abgestimmt und gemeinsam genutzt werden, war gleichsam Auftakt für die Diskussion um das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm. Der seit 2004 amtierende EU-Forschungskommissar Janez Potocnik will das von seinem Vorgänger eingeführte Konzept nicht nur fortführen, sondern plant eine Wiederbelebung dieser Initiative.
Ultimatives Ziel des Europäischen Forschungsraums ist die Entwicklung einer gemeinsamen Forschungspolitik der EU, die Europa zu einem gleichwertigen Partner gegenüber Mitbewerbern, z. B. aus dem nordamerikanischen oder asiatischen Raum macht. Das maßgebliche Instrument zur Umsetzung des Europäischen Forschungsraums ist das Europäische Forschungsrahmenprogramm.
Durch den Europäischen Forschungsraum soll die Absicht der Europäischen Union verwirklicht werden, eine gemeinsame Forschungspolitik zu implementieren.
Dies beinhaltet die Integration und Kooperation der wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten der Mitgliedstaaten auf mehreren Ebenen.
Eines der wichtigsten Instrumente zur Verwirklichung der Idee des Europäischen Forschungsraumes sind die seit dem Jahr 1984 von der Kommission durchgeführten mehrjährigen Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung.
Das aktuelle 7. Forschungsrahmenprogramm hat eine Laufzeit von 2007 - 2013. Es soll dazu beitragen, zahlreiche Kooperationen im Rahmen konkreter und gezielter Projekte in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung auszulösen. Auch für die Mobilität von Forschern, die Einbeziehung von KMU in die Projekte und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit wurden erhebliche Fördermittel bereitgestellt.
Link zum Deutschen Portal des 7. EU-Forschungsprogramms
ERA-NET ist seit dem 6. FRP das Hauptinstrument zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen nationalen/ regionalen Forschungsförderinstitutionen bzw. Programmverwaltern. Ziel ist eine verbesserte Koordinierung von Forschungsaktivitäten der MS, um die Fragmentierung des Europäischen Forschungsraums (EFR) zu überwinden. Adressaten dieses Instrumentes sind Ministerien und Forschungsförderorganisationen, die nationale/ regionale Programme gestalten oder verwalten (z.B. DFG, Projektträger u.a.). Bisher werden im Rahmen des 6. FRP etwa 70 dieser pan-europäischen Netzwerke gefördert (MS und assoziierte Staaten sind teilnahmeberechtigt).
Seit dem 7. FRP findet die Ausschreibung der ERA-Netze über die Arbeitsprogramme und Aufrufe der einzelnen Programme statt. Um zu gewährleisten, dass sich außerhalb der festgesetzten Themenbereiche ERA-Netze etablieren können, erfolgt parallel eine horizontale Ausschreibung, in der Projekte wie im 6. FRP nach dem "bottom-up"-Prinzip eingereicht werden können. Die Daten der ERA-Net-Deadlines (Einreichung der Anträge) erfolgen sowohl in den thematischen Programmen als auch auf der horizontalen Ebene zum gleichen Zeitpunkt.
Über das ERA-Net-Instument finanziert die EU-Kommission ausschließlich Aktivitäten zur Koordinierung, Vernetzung und Öffnung nationaler/ regionaler Förderprogramme, wie z. B. den systematischen Austausch von Informationen und Best Practice, die Durchführung gemeinsamer Ausschreibungen bis hin zur Entwicklung gemeinsamer Förderprogramme.
Ausschreibungen und Veranstaltungshinweise zum ERA-Net
Im Rahmen von Eurotrans-Bio werden europäische FuE-Verbundvorhaben von KMU in der Biotechnologie gefördert. Interessierte Konsortien sind aufgefordert, ihre Projektskizzen bis zum 1. Februar 2010 einzureichen. Details des Programmes können dem angehängten Informationsmaterial entnommen werden oder sind über die Webseite von Eurotrans-Bio zugänglich: www.eurotransbio.net
Die entsprechenden nationalen Förderrichtlinien, die sich an den Fördermodalitäten des BMBF-Programms "KMU-innovativ: Biotechnologie - BioChance" orientieren, wurden aktualisiert und am 1. Oktober 2009 veröffentlicht (Direktlink BMBF). Gegenüber den ersten Auswahlrunden wurde das Verfahren für Antragsteller vereinfacht, da auf die Vorlage von "Pre-Proposals" verzichtet wird.
Gefördert werden anwendungsorientierte FuE-Projekte aus allen Zweigen der modernen Biotechnologie. Antragsberechtigt sind Konsortien bestehend aus mindestens zwei Biotechnologie-KMU aus folgenden Ländern:
In den ersten vier Auswahlrunden von Eurotrans-Bio konnten insgesamt 80 Projekte mit Gesamtkosten von 139 Mio. € gefördert werden. Damit ist Eurotrans-Bio eines der erfolgreichsten ERA-Nets, was die Höhe der mobilisierten Mittel betrifft. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission entschieden, den Koordinationsaufwand für das ERA-Net Eurotrans-Bio weitere vier Jahre bis Ende 2012 zu tragen.
Kernaktivität von Eurotrans-Bio wird die Fortführung der erfolgreichen gemeinsamen Ausschreibungen sein. Außerdem ist eine Erweiterung des Kreises der beteiligten Länder geplant.
Projektträger Jühlich
Frau Dr. Gründer
Tel.:02461-61-9030
Mail: s.lampel[at]fz-juelich.de
Informationen zum Download
Flyer zur fünften Auswahlrunde des ERA-Nets Eurotrans-Bio (400kb)
Announcement zur fünften Auswahlrunde des ERA-Nets Eurotrans-Bio (700kb)
Eine vollständige Übersuícht über alle Förderprogramme finden Sie auch unter: Welcome Europe.